EVG Erkheim setzt auf Flächenheizung von Wieland

Optimale Lagerbedingungen für Landmaschinen:

cuprotherm-Fußbodenheizung sorgt für gleichmäßige Temperierung

Bei der Temperierung von voluminösen Lagerhallen geht es um eine ressourcenschonende und ermöglicht effiziente Wärmeverteilung. Der Einsatz einer modernen Industrie-Flächenheizung ist eine wirtschaftliche Lösung, wie das Beispiel der Ein- und Verkaufsgenossenschaft (EVG) Erkheim zeigt. Mit der Übernahme der Generalvertretung für "New Holland"-Landmaschinen hat der Allgäuer Agrar-Spezialist eine Landtechnik-Werkstatt mit Ersatzteillager errichten lassen. Die EVG entschied sich dabei bewusst für eine Fußbodenheizung. Sie sorgt für eine rasche und gleichmäßige Temperierung der über 1.100 m² Nutzfläche – und das bei mehr als 8 m Raumhöhe. Zur Anwendung kam das bewährte cuprotherm-Flächenheizsystem der Wieland-Werke AG. Dieses verteilt durch seine Strahlungswärme die Heizenergie in der Halle sehr gleichmäßig. Das Erkheimer Heizungsbauunternehmen Wörle verlegte insgesamt 7.350 m des flexiblen und hoch wärmeleitfähigen Kupferrohrs der Marke cuprotherm CTX in der Abmessung 18 x 2 mm. Durch das physikalisch bedingte Aufsteigen der Wärme sorgt die Fußbodenheizung dafür, dass die Heizenergie in der Werkstatt und im Ersatzteillager sehr rasch ihre "Arbeitshöhe" erreicht und einen hohen Wärmekomfort bietet. Dieser Aspekt war dem Bauherrn neben der Wirtschaftlichkeit besonders wichtig. Die EVG nutzt das neue Gebäude als Verkaufsraum, zur Wartung sowie als Ersatzteillager für Traktoren und Erntemaschinen der Marke New Holland.

Der Auftrag des Bauherren und der Bauleitung an den Heizungsbauprofi Wörle war klar umrissen: Die Temperierung sollte besonders energieeffizient erfolgen. Gefordert war ein zukunftsfähiges technisches System, das sowohl die Umstellung auf alternative Energiequellen als auch eine problemlose Erweiterung ermöglicht. Denn der Ölkessel, der momentan die Energieversorgung übernimmt, soll in absehbarer Zeit durch eine Holzhackschnitzelanlage ersetzt werden. Gleichzeitig hält der Bauherr Erweiterungsflächen vor, sodass das Heizsystem von vornherein als modulares, erweiterbares System konzipiert werden sollte. Für das Planungsbüro Schmaus aus Bad Wurzach-Hauerz und den Heizungsbauer Wörle war daher klar, dass nur eine Industrie-Fußbodenheizung in Frage kommt. "Der Vorteil einer Flächentemperierung ist, dass sie mit herkömmlichen, aber vor allem mit regenerativen Niedertemperatur-Systemen wie einer Wärmepumpe sehr gut kombinierbar ist", erklärt Karl Wörle, Geschäftsführer der Heizungsbaufirma. "Mit der cuprotherm-Flächenheizung kann der Bauherr die vorhandene Energiequelle nutzen und sich gleichzeitig alle künftigen Optionen offen halten." Momentan deckt der Öl-Brennwertkessel den Gesamtenergiebedarf von 160 kW komplett ab. Mit dem Anschluss der Hackschnitzelanlage soll der Kessel dann nur noch die Spitzenlast übernehmen.

Effizienz durch engen Verlegeabstand und leistungsfähige Kupferrohre

Die cuprotherm-Fußbodenheizung in der neuen EVG-Lagerhalle hat eine Heizleistung von insgesamt rund 100 kW und verteilt die Wärmeenergie über 8 Verteilstationen mit insgesamt 76 Heizkreisen. Dabei werden der Lagerbereich und die Büroräume über zwei getrennt ansteuerbare Teilsysteme samt eigenen Umwälzpumpen angesteuert. Auch in der Haupthalle, die mit über 650 m² den Großteil der Heizfläche ausmacht, sind die Kupferrohre in einem Abstand von 15 cm installiert. Dieser enge Verlegeabstand sowie die leistungsfähigen Kupferrohre von Wieland mit 18 mm Durchmesser sorgen für eine besonders energieeffiziente Wärmeverteilung. "Nach den ersten Testläufen haben wir festgestellt, dass es ausreicht, das System mit einer Vorlauftemperatur von 20 bis maximal 30 °C anzusteuern", sagt der Heizungsbau-Spezialist Karl Wörle. "Dieses Temperaturniveau ist selbst für Fußbodenheizungen verhältnismäßig gering." Auch in den kleineren Räumen, wie dem Büro- und Verkaufsraum mit rund 150 m², sorgt das System für hohen Wärmekomfort bei geringem Energieeinsatz.


Industriefußboden für erhöhte Verkehrslasten

Der Bodenaufbau in der Haupthalle entspricht mit einer insgesamt 20 cm dicken Betonschicht samt integriertem Flächenheizsystem dem typischen Industriestandard. Technische Herausforderungen ergaben sich dabei vor allem aufgrund der erhöhten Verkehrslast, die sich durch das Bewegen der tonnenschweren Landmaschinen ergibt. Deshalb wurde die Bewehrung durch zwei Lagen Baustahlmatten und damit doppelt ausgeführt. Dies verleiht auch der Rohrkonstruktion zusätzliche Stabilität. Mit Hilfe von Kabelbindern erfolgte im Anschluss die Befestigung der Rohre. "Dabei konnte das Gitter der Bewehrungsmatten gleichzeitig als Verlegeraster genutzt werden", erklärt Thomas Eberle, der zuständige Außendienstmitarbeiter der Wieland-Werke AG. "Bei allen Vorzügen der robusten Konstruktion war dennoch die laufende Abstimmung der Gewerke Heizungsbau und Stahlbau notwendig. In diesem rauen Umfeld haben sich die metallenen CTX-Kupferrohre mit ihrer stabilisierenden Ummantelung sehr gut bewährt."

Werkstoff Kupfer: Langlebig und diffusionsdicht

Auch der Heizungsbau-Spezialist ist mit den leichten und flexiblen Kupferrohren zufrieden: "Die Rohre können auch in der Industrieausführung 18 x 2 mm gut verlegt werden und bleiben in der Form liegen", sagt Karl Wörle. "Das hat besser funktioniert, als wir das ursprünglich erwartet hatten." Auf den langlebigen Werkstoff Kupfer setzt der Heizungsbauer traditionell, und mit dem klassischen cuprotherm-System haben die Erkheimer ebenfalls langjährige Erfahrung. "Es gibt bei den Kupferrohren einfach keine Probleme mit der Sauerstoffdiffusion. Deshalb haben wir seit 30 Jahren nichts anderes im Einsatz und arbeiten seither auch mit den Wieland-Werken gut und vertrauensvoll zusammen." Von Wieland hat sich der Heizungsbauer Wörle nicht nur das Material liefern lassen, sondern sich auch planerische Unterstützung geholt: "Unterstützung bei der Auslegung des Heizsystems bis hin zu Materiallisten als Kalkulationsgrundlage waren gerade bei einem solch großen Projekt sehr hilfreich." Nach Abschluss der Arbeiten wurde die EVG-Halle im Herbst 2013 samt Flächenheizung in Betrieb genommen. "Vom Bauherren haben wir eine positive Rückmeldung, insbesondere was die rasche Ansprache und die einfache Regelbarkeit des Systems betrifft", resümiert Karl Wörle.

cuprotherm-Flächenheizsystem mit neuen Bodenaufbauten

Als Ergänzung zum klassischen cuprotherm-System für Trocken- und Nassbau sowie Gussasphalt bietet die Wieland-Werke AG mit cuprotherm CTX ein besonders flexibles Markenkupferrohr, das dem Anwender einen hohen Montagekomfort und wirtschaftliche Vorteile bietet. Ermöglicht wird dies durch ein leichtes, gewichtsreduziertes Kupferrohr, das mit einer fest haftenden Kunststoffummantelung versehen ist. cuprotherm CTX verfügt über eine für Metallrohre bisher nicht gekannte Flexibilität und lässt sich damit besonders einfach und leicht installieren. Neu im Programm für das cuprotherm-System sind die Modelle "cuprotherm MINI" ohne zusätzliche Aufbauhöhe sowie "cuprotherm ekoBoden" mit minimaler Estrichdicke bei hoher Tragfähigkeit. Beide Modelle sind prädestiniert für Bauvorhaben in der Bestandsrenovierung mit dem Schwerpunkt energetische Sanierung.

Objekt: Halle EVG Erkheim e. G.
Bauherr: EVG Ein- und Verkaufsgenossenschaft Erkheim e. G. (www.evg-shop.de)
Bauleitung: Planungsbüro Schmaus, Bad Wurzach-Hauerz (www.schmaus-planung.de)
Heizungsbau: Karl Wörle Solar + Heizungsbau, Erkheim (www.woerle-heizung.de)