Freiflächenheizung hält Tiefgaragen-Rampe im Winter eisfrei

Bei APS wird Sicherheit groß geschrieben

cuprotherm-Flächenheizsystem für das neue Sendezentrum in Unterföhring

Autofahren ist im Winter oftmals eine gefährliche Angelegenheit. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kann sich auf den Straßen innerhalb kürzester Zeit Eis bilden, Fahrbahnen werden zu Rutschbahnen. Dieser Gefahrenquelle trug die APS ASTRA Platform Services bei dem Bau des neuen Sendezentrums in Unterföhring bei München Rechnung. Bei der Planung der Tiefgarage samt Auffahrrampe setzte der Bauherr eine Freiflächenheizung ein, welche die Ein- und Ausfahrt im Winter permanent eisfrei hält. Somit stellt APS eine sicherere An- und Abreise mit dem Auto für Mitarbeiter und Besucher sicher – und das mit minimalem Arbeits- und Zeitaufwand. Zum Einsatz kommt das cuprotherm-Flächenheizsystem der Ulmer Wieland-Werke AG mit dem flexiblen Kupferrohr cuprotherm CTX, das auf einer Fläche von rund 180 Quadratmetern in der Rohrabmessung 20 x 2 mm verlegt wurde.

Die Flächenheizung wurde in ein Splittbett integriert, das die Grundlage für die Verlegung der Pflastersteine bildet. Für die Verlegung im Splittbett werden aufgrund des Verdichtens der Konstruktion mit einem Rüttler erhöhte Anforderungen an die mechanische Stabilität der Rohrleitungen gestellt. Aus Sicherheitsgründen kam daher nur ein metallbasiertes Leitungssystem in Frage. Das nahtlos hergestellte CTX-Kupferrohr bietet nicht nur optimalen Schutz vor externen Lasten: Es zeichnet sich auch durch eine lange Lebensdauer aus und ist dauerhaft diffusionsdicht. Am Standort Unterföhring betreibt die APS, ein Tochterunternehmen der SES ASTRA, eines der modernsten Sendezentren Europas.

Von hier aus werden rund 250 analoge und digitale TV- und Radiosender, interaktive Dienste und Datendienste verbreitet. Um den technologischen Entwicklungen im Bereich der Medienversorgung konsequent Rechnung zu tragen, investiert das Unternehmen nicht nur in die Ausstattung modernsten Sendeequipments, sondern auch in den Ausbau der Gebäude. Die APS erweiterte das Sendezentrum vor den Toren Münchens um ein viergeschossiges Gebäude mit Technik- und Büroräumen sowie einer Tiefgarage. Der Gebäudetechnik-Spezialist Koberger, der die komplette Ausstattung des Erweiterungsbaus mit Heizungs-, Klima- und Sanitäranlagen übernahm, setzte vielerorts auf ausgeklügelte technische Lösungen. Allein die Kühlung der Serverräume mit einem Kühlvolumen von einer Million Kubikmetern stellte eine Herausforderung dar. Aber auch vermeintlich einfach zu konzipierende Teilsysteme, wie die Tiefgaragenzufahrt, erforderten durchdachte Lösungen.

Dabei hieß die Maxime des Bauherren: möglichst wenig Wartungsaufwand in der Betriebsphase. "Ein Sendezentrum, wie es die APS unterhält, ist rund um die Uhr, das heißt sieben Tage in der Woche 24 Stunden täglich besetzt. Den Mitarbeitern muss daher zu jeder Zeit ein sicherer Zugang zur Tiefgarage möglich sein", beschreibt Projektleiter Alois Schwarz vom Haustechnik-Unternehmen Koberger die Ausgangssituation. "Deshalb mussten wir eine Lösung entwickeln, die einen ganzjährigen sicheren Betrieb gewährleistet – eine Freiflächenheizung erfüllt diese Anforderungen optimal". Die Freiflächenheizung ist auf eine Heizlast von 50 Kilowatt ausgelegt und wird über einen Außenfühler bei unter 3 °C freigegeben. Die Aktivierung des Flächenheizsystems erfolgt über einen Schnee-Feuchte-Sensor. Dadurch kann eine Glatteisbildung bei nasskalten Witterungsverhältnissen verhindert werden. Die Energieversorgung des Systems erfolgt momentan über einen Gas-Brennwert-Kessel. Langfristig geplant ist der Einsatz einer Wärmepumpe, welche die Wärmeenergie direkt aus dem Erdreich auf dem Grundstück entnimmt und auf ein ausreichendes Temperatur-Niveau bringt. Als Niedertemperatur-System hat die Flächenheizung den Vorteil, dass sie bei entsprechender Steuerung mit relativ geringen Vorlauftemperaturen auskommt. In diesem Fall kann gerade die Freiflächenheizung optimal mit der regenerativen geothermischen Energiequelle kombiniert werden, die von sich aus ein entsprechend niedriges Temperatur-Niveau bietet.

Die Konstruktion der Freiflächenheizung basiert auf einem Frostschutzunterbau als Rohrträgerelement, auf den eine Baustahlmatte aufgebracht wurde. Auf die Baustahlmatte installierten die Mitarbeiter der der Heizungsbau-Firma Koberger die flexiblen CTX-Kupferrohre in der Abmessung 20 x 2 mm. Für Verbindungsstellen wurde die CTX-Schiebehülse aus dem Hochleistungswerkstoff ECOBRASS eingesetzt. Dieser Verbinder basiert auf einer rein metallisch abdichtenden Technik und wird daher z. B. auch im Außenbereich und für Medien wie Wasser-Glykol-Gemische eingesetzt. Die Rohrleitungen wurden mit einer 5 cm dicken Splittschicht überdeckt. Den Abschluss bilden Betonpflastersteine. Die Verlegung erfolgte schnell und unkompliziert. "Nach einer ausführlichen Verlegeeinweisung durch die Firma Wieland vor Ort waren unsere Mitarbeiter in der Lage, die Installation in kurzer Zeit selbstständig zu verlegen", berichtet Projektleiter Alois Schwarz.

cuprotherm CTX ergänzt cuprotherm-Produktfamilie

Als Ergänzung zum klassischen cuprotherm-System bietet die Wieland-Werke AG mit cuprotherm CTX ein besonders flexibles Markenkupferrohr, das dem Anwender einen hohen Montagekomfort und darüber hinaus auch wirtschaftliche Vorteile bietet. Ermöglicht wird dies durch ein leichtes, gewichtsreduziertes Kupferrohr, das mit einer fest haftenden Kunststoffummantelung versehen ist. Hervorragende Verlegeeigenschaften gewährleisten eine schnelle und komfortable Montage. Das cuprotherm CTX-Rohr ist eine Lösung für all diejenigen, welche die Qualität und Langlebigkeit des Materials Kupfer schätzen und zugleich ein sicher kalkulierbares, preisstabiles Produkt einsetzen möchten. Als Ergänzung der cuprotherm-Familie deckt cuprotherm CTX Wünsche nach längeren Ringlängen (z. B. 100 m) ab und ist zudem für einen sehr breiten Einsatzbereich vorgesehen. So kann cuprotherm CTX zur Flächenheizung und -kühlung, Heizkörperanbindung, Betonkernaktivierung und für Erdkollektoren eingesetzt werden. Die DVGW-Zulassung ermöglicht es, cuprotherm CTXRohre auch für die Trinkwasserinstallation zu verwenden.