Wasseranwendungen

  • Trinkwasser

    SANCO- und WICU-Rohre von Wieland mit werksseitigem Innenoberflächenschutz sind das ideale Installationsmaterial für die Trinkwasserinstallation. Gute Verarbeitungseigenschaften, eine vielseitige und sichere Verbindungstechnik sowie der natürliche Werkstoff Kupfer bieten optimale Voraussetzungen für eine hygienisch sichere Trinkwasserversorgung bei fachgerechter Ausführung. Das Vorhandensein einer fein gestaffelten Abmessungspalette erlaubt es, Wasserinhalte auf ein absolut notwendiges Minimum zu reduzieren und somit beispielsweise der Besiedlung des Rohrleitungsnetzes durch Mikroorganismen bestmöglich vorzubeugen.

    Zur fachgerechten Planung und Ausführung sind die entsprechenden Regelwerke, z. B. DIN 1988, DVGW-Arbeitsblatt GW 2 und DVGW-Arbeitsblatt W 553 zu beachten.

    Um eine einwandfreie Trinkwasserqualität sicherzustellen, sind neben den oben aufgeführten Regelwerken auch die Forderungen der Trinkwasserverordnung und der DIN 50930 Teil 6 zu beachten:

    • Bereits während der Planung und vor Ausführungsbeginn ist zu überprüfen, ob das vorhandene Trinkwasser den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entspricht.

    • Ist die Trinkwasserbeschaffenheit unzureichend, was insbesondere bei Hausbrunnen häufiger der Fall ist, sollte darüber der Auftraggeber schriftlich informiert und eine Wasseraufbereitung vorgenommen werden.

    • Installationsrohre aus Kupfer können uneingeschränkt für Trinkwasser verwendet werden, wenn der pH-Wert 7,4 oder höher ist oder wenn bei geringeren pH-Werten zwischen 7,0 und 7,4 der TOC-Wert höchstens 1,5 mg/l beträgt.

    Bei Unklarheiten bezüglich vorliegender Wasseranalysen stehen Ihnen unsere Experten gerne zur Beratung zur Verfügung (siehe auch Service Wasseranalysen).

    Nach AVB-WasserV §12, Absatz 4 dürfen nur Materialien und Geräte verwendet werden, die entsprechend den anerkannten Regeln der Technik beschaffen sind. Das Zeichen einer anerkannten Prüfstelle (z. B. DIN / DVGW oder DVGW-Zeichen, RAL-Gütezeichen) bekundet, dass diese Voraussetzungen erfüllt sind. Wieland-Haustechnikrohre der Marken SANCO und WICU entsprechen den Anforderungen der Regelwerke und sind vom DVGW für den Einsatz in Trinkwasserinstallationen zugelassen. Sie entsprechen darüber hinaus den Vorgaben der DIN EN 1057 und sind mit dem Gütezeichen der Gütegemeinschaft Kupferrohr gekennzeichnet.

  • Kühlwasser

    Wässer in geschlossenen Kühlkreisläufen sind frei von Sauerstoff, Kupfer ist damit ideal geeignet. Bei offenen Kühlkreisläufen wird Sauerstoff vom Wasser aufgenommen. Unlegierte Eisenwerkstoffe sind dann in aller Regel nicht einsetzbar, sofern nicht zusätzliche Maßnahmen getroffen werden. Eine dadurch bedingte Anhebung des pH-Wertes ist eine Möglichkeit, die sich auf Kupferrohre nicht auswirkt. Werden handelsübliche Inhibitoren zugesetzt, sollten diese keine Ammoniumverbindungen enthalten.

    Nicht im Kreislauf geführtes Kühlwasser gilt rechtlich als Abwasser und muss in seiner Zusammensetzung den behördlichen Auflagen entsprechen. Damit sind die Voraussetzungen für den Einsatz von Kupfer- und Kupferwerkstoffe in aller Regel gegeben.

    Bei Bedarf stehen Ihnen unsere Experten gerne zur Verfügung.

  • Regenwassernutzung

    Wieland-SANCO- und -WICU-Rohre dürfen gemäß DIN 1989 für Regenwasser-nutzungsanlagen (Dachablaufwasser) verwendet werden. Nähere Informationen können dem Informationsdruck des Deutschen Kupfer-Institutes zum Einsatz von Kupferrohren in Regenwassernutzungsanlagen sowie dem Kupferrohr-Kompendium Trinkwasser/Regenwasser entnommen werden.

    Das Verbinden der Rohre hat nach dem DVGW-Arbeitsblatt GW 2, Ausgabe Januar 1996 zu erfolgen. Wärmebehandlung größer 400 °C (Hartlöten, Warmbiegen, Weichglühen zum Aufmuffen und zum Aushalsen) sind bis einschließlich 28 x 1,5 mm nicht zulässig. Die Verbindungsstellen sind weich zu löten oder mit Pressfittings zu verpressen. Regenwassernutzungsanlagen dürfen nicht mit Trinkwasserinstallationen verbunden werden und sind zur besseren Unterscheidung entsprechend zu kennzeichnen.

    Regenwassernutzungsanlagen sind grundsätzlich bei der zuständigen Behörde (in der Regel das Gesundheitsamt) zu melden. Diese Meldepflicht gilt auch für Altanlagen.