Vom Energiefresser zum Vorzeigeobjekt

Saniertes Einfamilienhaus mit Kupferrohr-Flächenheizung, Wärmepumpe und Dämmung

Energieeffizienz und Komfort mit cuprotherm-Fußbodenheizung und cupronova-Wandheizung

Das Einfamilienhaus im Grünen steht nach wie vor bei vielen Familien auf der Wunschliste. Damit der Traum vom Eigenheim nicht zum Alptraum wird, muss jedoch vor allem eines stimmen: die Energieeffizienz der Immobilie. Denn angesichts weiter steigender Energiepreise lohnt sich die Investition vor allem dann, wenn die eigenen Energiekosten langfristig niedrig bleiben. Eine (relativ teure) Möglichkeit besteht darin, ein bereits saniertes Haus zu kaufen. Die andere Option heißt, die Immobilie selbst zu renovieren. Für letzteres entschied sich auch der Bauherr Andreas Ladach, der in Wuppertal ein Einfamilienhaus aus den 1960er Jahren erworben hat und von Grund auf energetisch sanieren ließ. Kernstück der Umbaumaßnahmen auf den rund 185 m² Nutzfläche war die Heizungsanlage inklusive Wärmeverteilung. Anstelle der alten Ölheizung ließ der Bauherr eine Luft-Wärmepumpe einbauen, die als Niedertemperatursystem hervorragend mit der neuen Flächenheizung harmoniert. Die cuprotherm-Fußbodenheizung und die cupronova-Wandheizung der Wieland-Werke verteilen die Wärmeenergie sehr gleichmäßig und sorgen so für einen hohen Wärmekomfort. Um die wertvolle Heizenergie im Haus zu halten, wird nach und nach die Gebäudehülle gedämmt. Das Dach wurde sehr gut isoliert, die in die Jahre gekommenen Fenster wurden durch neue Modelle mit moderner Dreifachverglasung ersetzt und die Fassade soll auch eine Wärmedämmung erhalten. Das Bauvorhaben zeigt, dass sich die bewährte Kombination aus Dämmmaßnahmen und Heizungsmodernisierung lohnt. Der Bauherr verwandelte den fossilen "Energiefresser" in eine moderne Immobilie, die dank weitgehend regenerativer Energiequellen zukunftsfähig ist. Eine Investition, die sich langfristig auch wirtschaftlich auszahlt.

Der wichtigste Aspekt vor Beginn der Sanierung war die Frage nach der künftigen Energieversorgung, denn die alte Schwerkraft-Ölheizung bot keine wirtschaftliche Grundlage mehr für die Wärmeversorgung. "Dadurch dass in der Straße auch keine Gasleitung liegt, gab es nicht so viele Alternativen", erläutert der Bauherr Andreas Ladach die Ausgangslage. "Insofern fiel uns die Entscheidung für die Luft-Wärmepumpe mit Solar-Unterstützung nicht schwer." Als energieeffiziente Ergänzung für die Wärmepumpe mit 16 kW Leistung eignet sich besonders eine Flächenheizung mit relativ geringen Vorlauftemperaturen.

Aus diesen energietechnischen, aber auch aus Komfortgründen fiel die Wahl auf das Flächenheizsystem der Wieland-Werke mit hoch wärmeleitfähigen Kupferrohren. Ein entscheidender Vorteil des Wieland-Systems auf Basis des flexiblen Kupferrohres CTX mit den Abmessungen 14 x 2 und 16 x 2 mm sind die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten als Fußboden- und Wandheizungsvariante. Während im Erdgeschoss und Obergeschoss eine Fußboden-Variante installiert wurde, kam im Dachgeschoss eine Wandheizung mit cupronova-Unterwandheizkörpern zum Einsatz. Das Flächenheizsystem temperiert die 185 m² Nutzfläche mit insgesamt 1.700 m Rohrlänge und hat eine Heizleistung von rund 13.000 Watt. Durch die reversible Wärmepumpe ist im Sommer zudem eine Grundkühlung der Räume möglich.

cuprotherm-Varianten speziell für Bauen im Bestand

"Gerade beim Bauen im Bestand setzt die vorhandene Bausubstanz dem Planer oft enge Grenzen, vor allem was die Aufbauhöhe betrifft", erklärt der für das Projekt zuständige Wieland-Berater Ulrich Busowitz. "Die neue Dünnschicht-Variante cuprotherm-eko.Boden, die bei diesem Bauvorhaben zur Anwendung kam, wurde auch für solche Sanierungsprojekte entwickelt." Der Fußboden kommt bei klassischem Aufbau – kombiniert mit einer Noppenplatte – mit einer im Vergleich sehr geringen Estrichdicke von 33 bis 40 mm aus. Damit eignet sich die Lösung gerade für Altbauten, bei denen die Fußbodenhöhe oft einen kritischen Wert darstellt. "Zum Zeitpunkt der Planung waren die alten Estrichschichten bereits entfernt. Wenn der Original-Estrich noch vorhanden gewesen wäre, hätte der Heizungsbauer sogar die cuprotherm-MINI-Variante mit Null Aufbauhöhe installieren können", berichtet Ulrich Busowitz. "Bei dieser Fußbodenheizungsvariante werden zunächst Rillen in den Altestrich gefräst und die Heizungsrohre in die Rillen eingelegt. Somit muss keine zusätzliche Estrichschicht aufgebracht werden und die ursprüngliche Fußbodenhöhe bleibt bestehen."

Dünnschicht-Technologie ermöglicht das Erhalten der Treppenaufgänge

Im Erdgeschoss brachte die Solinger Heizungsbaufirma Hahn GmbH zunächst eine hochwirksame PU-Dämmung auf – ergänzend zum Niedertemperatur-System eine weitere Energiesparmaßnahme. Zusätzlich wurde eine Feuchtigkeitssperre eingebaut. Auf dieser Basis wurde das cuprotherm-eko-System mit Noppenplatte, ummantelten Kupferrohren, einem Dünnschicht-Estrich sowie dem Bodenbelag installiert. "Sowohl die Installation der Wärmedämmung im EG als auch der Trittschalldämmung im OG waren nur durch die geringe Aufbauhöhe des eko.Boden-Systems möglich", erklärt Ulrich Busowitz von der Wieland-Werke AG. "So konnten die Treppenanlagen in beiden Stockwerken erhalten werden."

Wandheizung im DG: Gedämmtes Dach optimiert die Wärmeübertragung

Im Dachgeschoss ließ die verfügbare Fußbodenhöhe keine Bodeninstallation zu, sodass eine Alternative erforderlich war. Diese stellte die cupronova-Wandheizung der Wieland-Werke AG mit vormontierten, universell einsetzbaren Unterwandheizkörpern dar. Sie ist im Neu- und Altbau installierbar, basiert wie die cuprotherm-Fußbodenvariante auf dem flexiblen cuprotherm CTX-Kupferrohr und kann über denselben Heizkreisverteiler angesteuert werden. Die cupronova-Unterwandheizkörper sind fertig montierte Wandheizelemente, die als Trockenbaulösung mit wenigen Handgriffen einfach und schnell an Wände, Dachschrägen und auch Decken montiert werden können. Der Unterwandheizkörper selbst besteht aus drei Komponenten: dem werkseitig eingebauten flexiblen Kupferrohr, einem ganzflächigen Wärmeleitblech und einer rückseitigen Wärmedämmung. Für die Montage auf Massivwänden bzw. Dachschrägen wie beim Ladach-Objekt ist ein variabel ausziehbarer Befestigungssatz verfügbar. Dieser ermöglicht nicht nur einen schnellen Einbau, sondern auch dass sich die Unterwandheizkörper ungehindert der Länge nach ausdehnen können. Beim Bauvorhaben in Wuppertal wurden damit insgesamt 20 cupronova-Heizelemente zwischen die Sparren eingebaut. Zuvor hatte der Bauherr Andreas Ladach das Dach komplett erneuern lassen, inklusive zwei Lagen PU-Dämmung. Die beiden Kinderzimmer und der Flurbereich im Dachgeschoss mit einer Gesamtfläche von rund 40 m² werden mit einer Heizleistung von insgesamt 2.025 Watt temperiert.

Hoher Wärmekomfort durch Strahlungswärme

Das Flächenheizsystem kommt mit insgesamt drei Heizkreisverteilern aus und versorgt in Summe 29 Heizkreise mit Wärmeenergie. Bedingt durch die Art der Wärmeverteilung gewährleistet das Fußboden- und Wandheizsystem einen sehr hohen Wärmekomfort. Letzterer hängt mit dem menschlichen Wärmeempfinden generell zusammen. Strahlungswärme wird angenehmer empfunden als konventionelle Konvektionswärme. Dies liegt daran, dass Flächenheizungen eine gleichmäßige Strahlungshülle ausbilden und die Personen im Raum dadurch von allen Seiten mit Wärme versorgt werden. Gehobener Komfort, an dem sich der Bauherr noch lange erfreuen kann.

cuprotherm-Flächenheizsystem mit neuen Bodenaufbauten

Als Ergänzung zum klassischen cuprotherm-System für Trocken- und Nassbau sowie Gussasphalt bietet die Wieland-Werke AG mit cuprotherm CTX ein besonders flexibles Markenkupferrohr, das dem Anwender einen hohen Montagekomfort und wirtschaftliche Vorteile bietet. Ermöglicht wird dies durch ein leichtes, gewichtsreduziertes Kupferrohr, das mit einer fest haftenden Kunststoffummantelung versehen ist. cuprotherm CTX verfügt über eine für Metallrohre bisher nicht gekannte Flexibilität und lässt sich damit besonders einfach und leicht installieren. Neu im Programm für das cuprotherm-System sind die Modelle "cuprotherm MINI" ohne zusätzliche Aufbauhöhe sowie "cuprotherm ekoBoden" mit minimaler Estrichdicke bei hoher Tragfähigkeit. Beide Modelle sind prädestiniert für Bauvorhaben in der Bestandsrenovierung mit dem Schwerpunkt energetische Sanierung.

Objekt: Einfamilienhaus Ladach, Wuppertal
Bauherr: Andreas Ladach, Wuppertal
TGA-Planung: Wieland-Werke AG, Ulm
Heizungsbau: Hahn GmbH, Solingen