Optimal temperiert

Sporthalle Langenau mit innovativem Fußbodenaufbau und cuprotherm-Flächenheizung

Energieeffiziente Trockenbaulösung mit hoher Dämmleistung und hervorragender Wärmeübertragung

Die Temperierung von Sporthallen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Heizungsanlage sollte

möglichst wenig Raum beanspruchen, kein Verletzungsrisiko darstellen und auch in punkto

Energieeffizienz überzeugen. Hier bietet sich eine Flächenheizung an: Als Niedertemperatur-

System kann sie besonders energiesparend betrieben werden und die Rohrleitungen verschwinden

komplett unter dem Bodenbelag – eine platzsparende und architektonisch elegante

Lösung. Neben dem Aspekt niedrigerer Energiekosten bietet sich eine Flächenheizung als zukunftssichere

Lösung an: Sie kann – bedingt durch die niedrigen Heizwassertemperaturen –

an jedes regenerative Wärmeerzeugungssystem angeschlossen werden. Eine Flächenheizung

punktet zudem durch ihren hohen Wärmekomfort aufgrund der Abgabe angenehmer Strahlungswärme.

Beim Neubau einer Dreifach-Sporthalle setzte die Albecker-Tor-Schule in Langenau

(Baden-Württemberg) auf das cuprotherm-Flächenheizsystem der Ulmer Wieland-Werke

und damit auf die Vorzüge der Flächentemperierung.

Gerade bei Sportarten mit intensivem Bodenkontakt wie Bodenturnen, Gymnastik und Aerobic oder

dem schnellkraftintensiven Handball zeigen sich die Vorteile einer Temperaturverteilung mit warmen

bodennahen Zonen und kühleren Zonen im Kopfbereich. Die planerische Herausforderung indes liegt

darin, die Flächenheizung so in den Fußbodenaufbau zu integrieren, dass der Sportboden "bei aller

notwendigen Elastizität das optimale Funktionieren der Flächenheizung gewährleistet", erklärt der zuständige

Planer Dipl.-Ing. (FH) Bernd Quiel von der Ulmer Wieland-Werke AG. Dabei kann mit klassischen

Holzkonstruktionen gearbeitet werden, und zwar auf Basis von Schwingträgern, Querlattung,

Blindboden und dem geeigneten Sportbodenbelag – oder aber mit Speziallösungen. Beim Langenauer

Bauvorhaben kam ein innovatives System zum Einsatz: In mit Aussparungen versehene Hartschaumplatten

wurden passenden Wärmeleitbleche geklemmt. Daraufhin erfolgte die Verlegung der

cuprotherm CTX-Kupferrohre. Diese Konstruktion wurde schließlich mit einem speziellen Sportboden

mit Elastikschicht überdeckt. Somit musste die Dämmung nicht – wie bei klassischen Konstruktionen

üblich – von Holzträgern vertikal durchstoßen werden. Ein weiterer Vorteil des neuartigen Aufbaus ist,

dass die Systeme Sportboden und Flächenheizung funktional getrennt sind. Die eingesetzte Dämmplatte

liefert einen langfristig stabilen Unterbau mit hoher Dämmleistung.

Die Wärmeübertragung erfolgt dabei nicht über das Element Luft, wie das bei Holzkonstruktionen mit

Hohlräumen der Fall ist, sondern direkt über die Wärmeleitbleche. Diese Direktübertragung gewährleistet

ein Höchstmaß an Energieeffizienz. "Der innovative Fußbodenaufbau sorgt nicht nur für eine

bessere Dämmung und Wärmeübertragung, sondern auch für eine einfachere und schnellere Verlegung",

erläutert der Planer Bernd Quiel von der Wieland-Werke AG. "Die Konstruktion bietet Sicherheit

gegen Verwerfungen im Aufbau und schützt die Flächenheizung langfristig noch besser vor

Schäden durch Erschütterungen, die beim Sportbetrieb entstehen".

Flexibles Kupferrohr: Leicht, einfach zu verlegen, langlebig

Die Flächenheizung wurde in Kombination mit dem Sportboden auf einer Fläche von rund 1.000 m²

verlegt. Hierfür installierten die Mitarbeiter des Langenauer Heizungsbauunternehmens Henseler rund

6.000 m des CTX-Markenkupferrohrs von Wieland, in der Abmessung 16 x 2 mm. Das CTX-Rohr mit

seiner fest haftenden Kunststoffummantelung bietet alle Vorteile eines klassischen Kupferrohrs, ist

aber durch den reduzierten Kupferanteil leichter und flexibler zu handhaben. Zu den weiteren Argumenten

für das CTX-Kupferrohr zählen seine Dauerfestigkeit und absolute Sauerstoffdiffusionsdichtheit

sowie der vereinfachte Transport und eine sehr gute Biegbarkeit. Zudem ist das Rohr eine gute

preisliche Alternative zu klassischen Rohrprodukten. Der Anschluss an die Hauptleitungen erfolgte

beim Langenauer Bauvorhaben im Tichelmann-System. Nicht nur auf der Sportfläche, sondern auch

in den Nebenräumen setzte der Bauherr auf den Komfort der Flächentemperierung auf Kupferbasis:

Hier wurden zusätzlich 3.000 m des CTX-Rohrs im Nasssystem installiert.

Neuartiger Sportfußboden mit Flächentemperierung

Der spezielle Sportfußboden gründet auf einer Abdichtung und einer EnEV-konformen Zusatzdämmung,

auf welche die Mitarbeiter der Heizungsbaufirma Henseler spezielle Polystyrol-Hartschaumplatten

EPS 035 DEO gemäß den Planungsvorgaben verlegten. In die gerillten Platten drückten die

Heizungsbauer die speziell ausgebildeten Wärmeleitbleche. In diese wiederum wurden die CTXKupferrohre

verlegt. Den funktionalen Abschluss des Heizungssystems bilden 0,5 mm dicke Abdeckbleche,

welche die Wärmeenergie im Betrieb an den darüber liegenden flächenelastischen Sportbodenbelag

großflächig weitergeben.

Solarthermie zur Warmwasserbereitung

Die Wärmeversorgung der neuen Sporthalle übernimmt eine Erdgas-Brennwert-Anlage mit einer

Leistung von 67 kW. Für die Warmwasserbereitung kommt unterstützend eine Solarthermie-Anlage

zum Einsatz, in Verbindung mit einem Warmwasser-Ladesystem mit 1.000-Liter-Speicher. Die Solaranlage

sorgt in Verbindung mit der energieeffizienten Brennwert-Technologie für eine klimaschonende

Wärmeenergieversorgung – ganz im Sinne des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes.

Nur acht Monate Bauzeit

Die neue Sporthalle der Albecker-Tor-Schule wurde vom Langenauer Architekturbüro Graf & Völk geplant

und in nur acht Monaten Bauzeit errichtet. Als Generalunternehmer zeichnete die Chr. Heide

GmbH & Co. KG aus Langenau für den Bau der neuen Sporthalle verantwortlich. Die Kosten für den

Neubau, der nach dem Abriss der alten Sporthalle an gleicher Stelle gebaut wurde, beliefen sich auf

2,8 Millionen Euro. Die Planung der Flächenheizung übernahm die Wieland-Werke AG in Abstimmung

mit dem Langenauer Heizungsbauunternehmen Henseler & Co. GmbH, das für die Installation

des Systems zuständig war.

cuprotherm CTX ergänzt cuprotherm-Produktfamilie

Als Ergänzung zum klassischen cuprotherm-System bietet die Wieland-Werke AG mit cuprotherm CTX seit

2007 ein besonders flexibles Markenkupferrohr, das dem Anwender einen hohen Montagekomfort und darüber

hinaus auch wirtschaftliche Vorteile bietet. Ermöglicht wird dies durch ein leichtes, gewichtsreduziertes Kupferrohr,

das mit einer fest haftenden Kunststoffummantelung versehen ist. Hervorragende Verlegeeigenschaften

gewährleisten eine schnelle und komfortable Montage. Das neue cuprotherm CTX-Rohr ist eine Lösung für all

diejenigen, welche die Qualität und Langlebigkeit des Materials Kupfer schätzen und zugleich ein sicher kalkulierbares,

preisstabiles Produkt einsetzen möchten. Als Ergänzung der seit über 25 Jahren bewährten cuprotherm-

Familie deckt das neue Rohr Wünsche nach längeren Ringlängen (z. B. 100 m) ab und ist zudem für

einen sehr breiten Einsatzbereich vorgesehen. So kann cuprotherm CTX zur Flächenheizung und -kühlung,

Heizkörperanbindung, Betonkernaktivierung und für Erdkollektoren eingesetzt werden. Die DVGW-Zulassung

ermöglicht es, cuprotherm CTX-Rohre auch für die Trinkwasserinstallation zu verwenden.

Objekt: Sporthalle Albecker-Tor-Schule, Langenau

Bauherr: Stadt Langenau (Baden-Württemberg), 89129 Langenau

(www.langenau.de)

Architektur: Architekturbüro Graf & Völk, 89129 Langenau, Bauleitung: H.-P. Ebert

(www.graf-und-voelk.de)

Generalunternehmer: Chr. Haide GmbH & Co. KG, 89129 Langenau (www.haidebau.de)

Heizungsbau: Henseler & Co. GmbH, 89129 Langenau (www.henseler-langenau.de)

Planung Heizung: Wieland-Werke AG, 89079 Ulm (www.wieland-haustechnik.de)