Sporthalle mit flächenelastischer cuprotherm-Flächenheizung

Energetische Sanierung der Goetheschule Kaiserslautern

Hoher Komfort durch Fußbodenheizung von Wieland

Bereits im Jahr 1908 wurde die Goetheschule in Kaiserslautern errichtet – damals noch unter

dem Namen Rupprecht-Schule. Das Hauptgebäude besteht aus einem imposanten, denkmalgeschützten

Sandsteinbau, dem sich unter anderem eine Sporthalle anschließt. In insgesamt

zehn Bauabschnitten wurde das historische Ensemble samt Nebengebäude aufwändig saniert.

Mit der energetische Modernisierung der Sporthalle wurde der letzte Bauabschnitt erfolgreich

abgeschlossen. Der in der typisch funktionalen Architektur der 1970er-Jahre errichtete Hallenbau

erhielt nicht nur einen zeitgemäßen Wärmeschutz, sondern auch eine energieeffiziente

Fußbodenheizung der Marke cuprotherm. Die Flächentemperierung der Wieland-Werke AG soll

als eines der zentralen Gebäudetechnik-Elemente helfen, den Energieverbrauch der voluminösen

Sporthalle zu minimieren. Hierfür eignet sich eine Flächentemperierung besonders gut.

Sie kann mit einer Vorlauftemperatur von 65 °C betr ieben werden und sorgt durch die Strahlungswärme

für einen hohen Wärmekomfort. Zudem ermöglicht das System eine sehr gute

Regelbarkeit mit kurzen Aufheizzeiten. Daraus folgt eine rasche Bereitstellung der Wärmeenergie

genau dort, wo sie am meisten gebraucht wird – und zwar der "Aktionshöhe" bis etwa 2 m

über dem Fußboden. Die Sportboden-Variante "cuprotherm FE" der bewährten Wieland-Flächenheizung

ist eine besondere technische Neuerung: Sie basiert auf einem flächenelastischen

Schichtenaufbau mit integrierten Kupferrohren. Das cuprotherm-System sorgt damit für

einen stabilen Boden ohne Niveauunterschiede und macht Schluss mit der veralteten Technik

mittels aufwändiger manueller Nivellierung mit Hilfe von Holzklötzchen.

Das altehrwürdige historische Bauwerk der Kaiserslauterer Volksschule – die heute Integrierte Gesamtschule

Goetheschule (IGS) heißt – wurde Stück für Stück saniert. Die energetische Modernisierung

erfolgte in definierten Bauabschnitten, vom Dach über die einzelnen Stockwerke bis zum Untergeschoss.

Ergänzend zum Hauptgebäude nahm sich das Planungsteam unter der technischen Leitung

des Ingenieurbüros PTI-AG Gebäudetechnik aus Pirmasens die Nebengebäude mit den Sportstätten

vor.

Die 1976 erbaute Dreifach-Turnhalle mit Flachdach und einer Hauptnutzfläche von 945 m² war das

letzte Bauvorhaben des Sanierungspaketes. Im Rahmen der Modernisierung des Heizsystems in

Kombination mit dem Neubau des Hallenbodens installierte das örtliche Heizungsbauunternehmen

Bachmann das cuprotherm-System auf Basis von flexiblen und hoch wärmeleitfähigen CTX-Kupferrohren

mit einer Rohrlänge von insgesamt 6.400 m. Dabei wird die Halle über vier Verteiler und insgesamt

45 Heizkreisen energieeffizient mit Wärmeenergie versorgt. Geheizt wird die Halle mit nahtlos

gezogenen Wieland-CTX-Rohren in der Abmessung 16 x 2 mm, die mit einem Verlegeabstand von

15 cm installiert wurden.

Strahlungswärme für hohen Wärmekomfort

Im Einsatzbereich Sporthalle punktet die Flächenheizung nicht nur durch ihre Energieeffizienz, sondern

auch durch ihre Strahlungswärme und damit in funktionaler Hinsicht. Denn die Vorteile einer

gleichmäßigen Temperaturverteilung mit warmen bodennahen Zonen und kühleren Zonen im Kopfbereich

zeigen sich gerade bei Sportarten mit intensivem Bodenkontakt wie Bodenturnen oder Gymnastik

und Aerobic. Bei der technischen Umsetzung geht es indes darum, die Flächenheizung so in

den Fußbodenaufbau zu integrieren, dass der Sportboden bei aller notwendigen Elastizität das optimale

Funktionieren der Flächenheizung gewährleistet. "Für diese Aufgabe ist der neuartige Sportfußbodenaufbau

cuprotherm FE prädestiniert", erklärt Oliver Hattemer, der für das Projekt zuständige

Berater der Wieland-Werke AG.

Flächenelastischer Sportbodenbelag

Der spezielle Sportfußboden gründet auf einer Abdichtung und einer Zusatzdämmung, auf welche die

Mitarbeiter der Heizungsbaufirma Bachmann spezielle Hartschaumplatten verlegten. In die gerillten

Platten wurden die speziell ausgebildeten Wärmeleitbleche integriert und in diese wiederum die CTXKupferrohre

verlegt. Den funktionalen Abschluss des Heizungssystems bilden 0,5 mm dicke Abdeckbleche,

welche die Wärmeenergie im Betrieb an den darüber liegenden flächenelastischen Sportbodenbelag

großflächig weitergeben. "Der Vorteil des neuartigen Systems cuprotherm FE ist, dass die

Dämmung nicht – wie bei klassischen Konstruktionen üblich – von Holzträgern vertikal durchstoßen

werden muss. Zudem sind die Systeme Sportboden und Flächenheizung funktional getrennt", so

Oliver Hattemer. Die eingesetzte Dämmplatte sorgt für einen langfristig stabilen Unterbau mit hoher

Dämmleistung. Dabei erfolgt die Wärmeübertragung nicht über das Element Luft wie bei herkömmlichen

Holzkonstruktionen, sondern direkt über die Wärmeleitbleche. Diese Direktübertragung gewährleistet

ein Höchstmaß an Energieeffizienz. Zudem bietet die Konstruktion Sicherheit gegen Verwerfungen

im Aufbau und schützt die Flächenheizung langfristig vor Erschütterungen im Sportbetrieb.

cuprotherm-Flächenheizsystem mit neuen Bodenaufbauten

Als Ergänzung zum klassischen cuprotherm-System für Trocken- und Nassbau sowie Gussasphalt bietet die

Wieland-Werke AG mit cuprotherm CTX ein besonders flexibles Markenkupferrohr, das dem Anwender einen

hohen Montagekomfort und wirtschaftliche Vorteile bietet. Ermöglicht wird dies durch ein leichtes, gewichtsreduziertes

Kupferrohr, das mit einer fest haftenden Kunststoffummantelung versehen ist. cuprotherm CTX verfügt

über eine für Metallrohre bisher nicht gekannte Flexibilität und lässt sich damit besonders einfach und

leicht installieren. Neu im Programm für das cuprotherm-System sind die Modelle "cuprotherm MINI" ohne zusätzliche

Aufbauhöhe sowie "cuprotherm ekoBoden" mit minimaler Estrichdicke bei hoher Tragfähigkeit. Beide

Modelle sind prädestiniert für Bauvorhaben in der Bestandsrenovierung mit dem Schwerpunkt energetische

Sanierung.

Objekt: Sporthalle Goetheschule, Kaiserslautern

Bauherr: Stadtverwaltung Kaiserslautern

TGA-Planung: Ingenieurbüro PTI-AG Gebäudetechnik, Pirmasens

Heizungsbau: Bachmann Heizungsbau GmbH, Kaiserslautern