Neue Mehrzweckhalle für Bermaringer Bürger

Für Sport, Gesang und Vereinsleben

Fußbodenheizung mit cuprotherm von Wieland sorgt für gleichmäßige Wärme

Die 1.240 Einwohner im schwäbischen Bermaringen können sich freuen, denn ihnen steht eine moderne Mehrzweckhalle zur Verfügung. Mit einem Schwingboden und einer integrierten cuprotherm-Fußbodenheizung bietet sie ideale Vorraussetzungen für den Schulsport der benachbarten Grundschule, aber auch für die sportlichen Aktivitäten der örtlichen Vereine. Eine Bühne, der Übungsraum für Musiker sowie eine kleine Küche machen die Halle jedoch erst zu einer wahren Mehrzweckhalle, die für Veranstaltungen aller Art genutzt werden kann. Für eine angenehm gleichmäßige Wärme sorgt hier die Fußbodenheizung, bei der mit cuprotherm von Wieland Europas meistverlegtes Kupferflächenheizsystem verwendet wurde.

Viel Raum für ein reges Vereinsleben

Die bisherige Halle aus dem Jahr 1971 war bis zu ihrem Abriss ausschließlich als Sporthalle genutzt worden. Eine Totalsanierung wäre zu aufwändig geworden, denn das Gebäude wies inzwischen doch einige Mängel auf: Angefangen vom fehlenden Wärmeschutz bis hin zu einem undichten Dach unddem fehlenden Schwingboden. "In Bermaringen findet ein reges Vereinsleben statt," weiß Gerald Schikorr, Bürgermeister der Gemeinde Blaustein und damit Bauherr des Objekts. "Und da alle fünf Ortsteile von Blaustein gleich - also jeder mit einer Mehrzweckhalle - ausgestattet sein sollen, bestand hier Handlungsbedarf." Als dann auch noch aus dem Fördertopf "Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum" eine Zusage über rund 0,7 Millionen Euro kam, stand dem Projekt "Helfensteinhalle" mit Gesamtkosten in Höhe von 2,6 Millionen Euro nichts mehr im Wege. In enger Zusammenarbeit mit Markus Krämer, Ortsbaumeister der Gemeinde Blaustein, übernahm der Laupheimer Architekt Rolf Seibert die Planung der Halle mit einer Fläche von insgesamt 1.160 m2. Nachdem auch die neue Halle direkt an die Bermaringer Grundschule anschließt, konnten einzelne Bereiche erhalten werden. Dazu zählen unter anderem der Heizungsraum mit Heizzentrale (an welche die Mehrzweckhalle angebunden ist), die Kegelbahn im Keller, die Umkleidekabinen sowie die WCs und Duschen, die lediglich neu ausgestattet wurden. Neu hinzu kam die Bühne mit einer mobilen Prallwand sowie einer Vorbühne, die man bei Bedarf ausfahren kann. Ebenfalls neu sind ein Geräteraum, ein Regieraum und ein Stuhllager, das als Bar umfunktioniert werden kann. Für die Bewirtschaftung bei Veranstaltungen wurde extra eine Küche eingerichtet. Ganz besonders freut man sich in Bermaringen aber über das Spielfeld, das mit 15 x 27 Meter deutlich größer ist als bisher.

Optimale Bedingungen für sportliche Aktivitäten

Um für alle sportlichen oder Tanz-Aktivitäten in der Halle optimale Bedingungen zu schaffen, wurde der Boden der Halle mit einem modernen Schwingboden und einer integrierten Fußbodenheizung mit cuprotherm-Kupferrohren von Wieland ausgestattet. Denn in den Augen von Sportmedizinern nimmt inzwischen der Hallenboden als wichtigstes "Turngerät" eine wesentliche Bedeutung ein. So kann der flächenelastische Schwingboden in Bermaringen nun die auftretenden Kräfte aufnehmen und damit Gelenke und Wirbelsäule der großen und kleinen Sportler schonen. Wird der Boden zugleich als Heizfläche genutzt, lässt sich damit nicht nur die Verletzungsgefahr durch Heizkörper vermeiden, sondern wird zudem eine gleichmäßige Wärmeverteilung erreicht. Gleichzeitig wird durch den großflächigen Wärmetransport und die geringen Oberflächentemperaturen die Luftzirkulation unterbunden, eine Staubaufwirbelung wird somit verhindert. Gerade für Sportarten mit Bodenkontakt, wie zum Beispiel Bodenturnen, Gymnastik oder Aerobic, ist deshalb die Verwendung einer Fußbodenheizung in Sportfußböden ideal. Aber auch bei allen Veranstaltungen, die in der Halle stattfinden, ermöglicht diese Heizungsform durch die abgegebene Strahlungswärme ein wesentlich angenehmeres Raumklima. Die ausgewogene Temperaturverteilung trägt außerdem dazu bei, die Energiekosten zu senken.

Fußbodenheizung mit cuprotherm von Wieland

Das Ulmer Ingenieurbüro Graf, das mit der Planung der gesamten Haustechnik beauftragt wurde, entschied sich bei der Wahl des Flächenheizsystems aus mehreren Gründen für cuprotherm von Wieland. "Eine Mehrzweckhalle erfordert eine spezielle Lösung zur raumlufttechnischen Versorgung," so Karl Graf. "Mit dieser Anlage allein hätten wir auch die Halle heizen können. Da diese jedoch direkt aufs Erdreich aufbaut, haben wir aus Behaglichkeits- und Komfortgründen die Kombination mit der Fußbodenheizung bevorzugt. Und mit Kupferrohren für die Fußbodenheizung ist man zudem immer auf der sicheren Seite." Auch der ausführende Sanitär- und Heizungsfachbetrieb Joas hat mit cuprotherm schon gute Erfahrungen gemacht: "Die cuprotherm Heizungsrohre lassen sich einfach und schnell verlegen," weiß Karl Joas aus Erfahrung. "Zudem benötigt man kein spezielles Werkzeug für die Verlegung," ergänzt Heizungsmonteur Wolfgang Schwengbeck. Insgesamt wurden dabei auf einer Fläche von 415 m2 2.500 Meter cuprotherm-Rohr von Wieland in der Abmessung 15 x 0,8 mm verlegt. In enger terminlicher Abstimmung mit dem Schwingbodenbauer erfolgte die Verlegung der Kupferrohre direkt auf der Dämmschicht, bestehend aus 50 mm dicken aluminiumkaschierten PUPlatten. Damit wird ein fast doppelt so hoher Dämmwert erreicht, als in der EnEV gefordert. In entsprechende Aussparungen wurden anschließend vom Schwingbodenbauer die Auffütterungsklötzchen, die als Grundlage für die Doppelschwingträger dienen, millimetergenau ausgerichtet und eingesetzt. Die cuprotherm-Rohre von Wieland wurden dann parallel zwischen den Reihen aus Holzklötzen verlegt (entsprechend der Heizlastanforderung jeweils drei Rohre) und mit Doppelankern fixiert. Angeschlossen wurden die Heizungsrohre im so genannten Tichelmann-System. Dabei herrschen zwischen den Heizkreisen immer gleiche Druckverhältnisse. Voraussetzung hierfür ist, dass alle Heizkreise genau gleich lang sind. Die Hallenfläche mit 27 x 15 Metern wurde mit je einem Verteiler und Sammler in der Mitte und an der Stirnseite der Halle in zwei getrennte, fast quadratische Felder aufgeteilt. Auf diese Weise war es nicht nötig, die Sammler größer zu dimensionieren als 35 mm, denn das wäre aufgrund des begrenzten Fußbodenaufbaus nicht möglich gewesen. Die Heizkreisanschlüsse an die Verteiler und Sammler aus SANCO-Rohren von Wieland erfolgte durch Pressen. Um die Montage vor Ort zu erleichtern, wurden diese in der Werkstatt vorgefertigt. Über den Hauptverteiler erfolgte dann der Anschluss an die Heizungsanlage im Keller.

Objekt: Mehrzweckhalle Bermaringen
Bauherr: Gemeinde Blaustein
TGA-Planung: Ingenieurbüro Graf, Ulm
Heizungsbau: Fa. Joas, Heidenheim
Architektur: Rolf Seibert, Laupheim