Fußbodenheizung für eine optimale Raumtemperierung

Modernisierung und Umbau des historischen Bahnhofs in Plön

Stadt Plön setzt auf cuprotherm-Flächenheizung von Wieland

Die Stadt Plön in Schleswig-Holstein ist ein idyllischer Luftkurort im Herzen des Naturparks

Holsteinische Schweiz. Die 13.000 Einwohner zählende Kreisstadt liegt mitten in einer reizvollen

Seelandschaft – die Region ist eine der größten touristischen Attraktionen Norddeutschlands.

Viele Touristen reisen mit der Bahn an, über Direktverbindungen von Kiel und Lübeck

aus. Dementsprechend ist der Plöner Bahnhof die erste Anlaufstelle und gewissermaßen ein

"Aushängeschild" der Stadt und der Tourismus-Region. Grund genug für die Stadt Plön, den

Bahnhof grundlegend zu modernisieren und im Bahnhofsgebäude eine zentrale Touristen-Information

einzurichten, um die Besucher der Region angemessen zu empfangen. Ausstellungs-

und Präsentationsräume sowie ein kleines Café ergänzen das Touristenzentrum im neu

gestalteten Gebäude. Die Stadt Plön kaufte die Immobilie von der Bahn und ließ ein Konzept

für den Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes erarbeiten. Kernstück der Modernisierung

war der Einbau einer energieeffizienten Fußbodenheizung, welche durch die Strahlungswärme

eine gleichmäßige Raumtemperierung erlaubt. Die Planer entschieden sich dabei für das

cuprotherm-Flächenheizsystem der Wieland-Werke AG, basierend auf dem flexiblen Markenkupferrohr

cuprotherm CTX. Neben einer optimalen Raumtemperierung bietet das "unsichtbare"

Flächenheizsystem den Vorteil, dass der Innenraum des historischen Gebäudes besser

zur Geltung kommt – ohne störende Heizkörper und Rohrleitungen.

Im Vorfeld des Umbau-Projekts hatte der Plöner Bahnhof immer weiter an Bedeutung verloren – so

wie zahllose andere Bahnhofsgebäude in Deutschland, vor allem im ländlichen Raum. Zum einen war

mit der Automatisierung des Leitsystems das im Gebäude befindliche Stellwerk überflüssig geworden,

zum anderen hatte die Deutsche Bahn ihr Reisezentrum geschlossen. Um das Bahnhofsgebäude

wieder attraktiver zu gestalten, hatten die Verantwortlichen der Stadt Plön die Idee, im Bahnhof eine

Touristen-Information zu eröffnen.

Modernisierung sorgt für höhere Energieeffizienz

Hierzu ließ die Stadt zunächst das Gebäude auf ihre ursprüngliche Form rückbauen, komplett entkernen

und die Gebäudetechnik der 1900 errichteten Immobilie umfassend modernisieren – auch um

die Energieeffizienz zu erhöhen. Die Modernisierungsmaßnahmen wurden unter Berücksichtigung der

Denkmalschutzvorschriften durchgeführt. Unter anderem erfolgte die Dämmung der Decken (Mineralwolle

zwischen den Deckenbalken), teilweise wurden neue Fenster eingebaut und auch der Fußbodenbereich

im Erdgeschoss wurde gedämmt. Der Schwerpunkt der Umbaumaßnahmen konzentrierte

sich jedoch auf die Wärmeenergieversorgung und -verteilung. So ließ die Stadt Plön das Gebäude

von Öl- auf Gasversorgung umstellen und optimierte die Wärmeverteilung durch die Installation der

energieeffizienten Fußbodenheizung, die auf einer Fläche von 272 m² verlegt wurde. Insgesamt wurden

vom Heizungsbauunternehmen Otto Cobobes GmbH aus Eutin über 1.800 m des flexiblen

Kupferrohrs cuprotherm CTX in der Abmessung 14 x 2 mm installiert.

Fußbodenheizung ermöglicht eine gleichmäßige Raumtemperierung

Die Entscheidung für eine Flächenheizung erfolgte aus technischen Überlegungen heraus, aber auch

aus architektonischen und ästhetischen Gründen. "Die Fußbodenheizung ermöglicht eine gleichmäßige

Temperierung auch größerer Räume über Strahlungswärme, die als sehr angenehm empfunden

wird", erläutert Peter Klink, zuständiger Projektleiter bei der Plöner Stadtverwaltung. "Zudem wollten

wir die Innenräume so gestalten, dass ein puristischer Raumeindruck entsteht." Damit war die Entscheidung

für eine Flächenheizung gefällt, schließlich "verschwinden" die Heizflächen nach dem Einbau

komplett und für immer unter dem Bodenbelag und lassen zudem eine volle Nutzung der Raumflächen

zu. Der optische Raumeindruck wird damit nicht verändert und die Gebäudestruktur im

Interieur kann voll zur Geltung kommen.

Bewusst auf den Werkstoff Kupfer gesetzt

Die Wärmeenergieversorgung des Bahnhofs wurde im Zuge der Modernisierung von einem ölbasierten

System mit Radiatoren auf Gasversorgung in Verbindung mit der cuprotherm-Fußbodenheizung

umgestellt. Bei der Konzeption der Flächentemperierung setzte das Team der Arbeitsgemeinschaft

Hahn und Nagel Architekten bewusst auf den langlebigen und korrosionsbeständigen Werkstoff

Kupfer: "Fußbodenheizungen auf Kupfer-Basis gehören zu den sichersten Flächentemperierungssystemen,

die auf dem Markt erhältlich sind", betont Michael Damm vom Architekturbüro Hahn aus

Kiel. Der Fußbodenaufbau gründet auf einer cuprotherm-Zusatzdämmplatte. Die cuprotherm CTXKupferrohre

wurden mit Hilfe einer speziellen Rasterfolie verlegt und aufgrund der hier vorliegenden

Anforderungen mit einer 7,5 cm dicken Zementestrichschicht überdeckt. Der abschließende Bodenbelag

besteht aus edlen italienischen Keramikfliesen.

cuprotherm CTX ergänzt cuprotherm-Produktfamilie

Als Ergänzung zum klassischen cuprotherm-System bietet die Wieland-Werke AG mit cuprotherm CTX ein besonders

flexibles Markenkupferrohr, das dem Anwender einen hohen Montagekomfort und darüber hinaus

auch wirtschaftliche Vorteile bietet. Ermöglicht wird dies durch ein leichtes, gewichtsreduziertes Kupferrohr, das

mit einer fest haftenden Kunststoffummantelung versehen ist. Hervorragende Verlegeeigenschaften gewährleisten

eine schnelle und komfortable Montage. Das cuprotherm CTX-Rohr ist eine Lösung für all diejenigen,

welche die Qualität und Langlebigkeit des Materials Kupfer schätzen und zugleich ein sicher kalkulierbares,

preisstabiles Produkt einsetzen möchten. Als Ergänzung der cuprotherm-Familie deckt cuprotherm CTX Wünsche

nach längeren Ringlängen (z. B. 100 m) ab und ist zudem für einen sehr breiten Einsatzbereich vorgesehen.

So kann cuprotherm CTX zur Flächenheizung und -kühlung, Heizkörperanbindung, Betonkernaktivierung

und für Erdkollektoren eingesetzt werden. Die DVGW-Zulassung ermöglicht es, cuprotherm CTX-Rohre

auch für die Trinkwasserinstallation zu verwenden.

Objekt: Bahnhof Plön

Architektur: Arbeitsgemeinschaft Hahn und Nagel Architekten, Kiel

- Hahn Architekten, Thomas Hahn, Kiel

- Nagel Architekten, Manfred Nagel, Kiel

Heizungsbau: Otto Cobobes GmbH, Eutin

Bauherr: Stadt Plön