Europäisches Hansemuseum, Lübeck

Wohlfühlwärme dank cuprotherm-Flächenheizung von Wieland

Das Europäische Hansemuseum in Lübeck zeigt auf insgesamt rund 7.400 m² die Geschichte

der Hanse mit ihrer traditionsreichen Vergangenheit.

Das Ensemble im Norden der Lübecker Altstadtinsel umfasst das vorbildlich sanierte Burgkloster und

einen Neubau, der in den vorgelagerten Burghügel integriert wurde. Das Gesamtprojekt wurde vom

Hamburger Architekturbüro Andreas Heller Architects & Designers umgesetzt. Für die Energieversorgung

des Gebäudeensembles setzten die TGA-Planer auf ressourcenschonende Geothermie mit

Wasser-Sole-Wärmepumpen. Dieses Niedertemperatursystem wurde im Neubau mit dem cuprotherm-

Fußbodenheiz- und Kühlsystem der Wieland-Werke AG kombiniert. Die Wärmeenergie wird in

der Heizperiode auf einer Länge von 6.550 Rohrmetern mittels CTX-Kupferrohren verteilt. In den

Sommermonaten trägt die Geothermieanlage zur Kühlung der Räume bei und ist hierfür mit der Lüftungsanlage

des Gebäudes gekoppelt. Eine Dreifach-Isolierverglasung hält die wertvolle Wärmeenergie

im Bauwerk und sorgt zusammen mit dem energieeffizienten Niedertemperatursystem für einen

minimalen Energiebedarf. Die Fassade des Neubaus ist mit einer gasgebrannten Baukeramik verkleidet

und verleiht dem Neubau die regionstypische Optik.

Der Neubau wurde in den Hügel, auf dem das Burgkloster steht, integriert. Um den Energiebedarf zu

minimieren, wurden vom Architekturbüro nur dort Fenster und Türen eingeplant, wo sie sinnvoll und

notwendig sind. Zudem wird über die Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlage der Energiebedarf

weiter minimiert. Die restliche Wärmeenergie liefert das Erdsonden-Geothermiesystem, die Wärmeverteilung

erfolgt mit der cuprotherm-Flächenheizung. Bei der Entscheidung für eine Fußbodenheizung

spielten auch innenarchitektonische Überlegungen eine Rolle – was gerade bei Museumsbauten

entscheidend ist. Denn ohne sichtbare Einbauten wertet die Flächentemperierung die Räume auf

und erlaubt dem Bauherrn mehr Gestaltungsfreiheit im Interieur.

Dank der hervorragenden Wärmeübertragung der Kupferrohr-Fußbodenheizung mit flexiblen Rohren

der Abmessung 20 x 2 mm und einem Verlegeabstand von im Mittel 15 cm genügt eine Vorlauftemperatur

von lediglich 30 °C, um den Neubau auch während Lastspitzen in der Winterzeit mit der

erforderlichen Wärmeenergie zu beheizen. Verteilt wird die Wärmeenergie über insgesamt 9 Heizkreisverteiler,

die im Obergeschoss des Neubaus sämtliche Ausstellungs- und Wirtschaftsräume versorgen.

Die Fußbodenheizung selbst wurde im klassischen Tackerverfahren installiert. Der Fußbodenaufbau

gründet auf einer Wärme- und Trittschalldämmung, auf welche eine gerasterte Folie aufgebracht

wurde. Nach Fixierung der leichten, flexiblen Kupferrohre vom Typ cuprotherm CTX durch

die Mitarbeiter der beauftragten Heizungsbaufirma Sunnus Haustechnik GmbH mittels bewährter

cuprotherm-Doppelanker-Technik wurde die Rohrinstallation durch eine konventionelle Nassestrichschicht

abgedeckt.

Langlebigkeit, Betriebssicherheit und komfortable Strahlungswärme

Die cuprotherm-Fußbodenheizung mit dauerhaft sauerstoffdiffusionsdichten Kupferrohren ermöglicht

eine energieeffiziente Beheizung bei gleichzeitig maximalem Wärmekomfort. Das für die TGA-Planung

der Heizungsanlage zuständige Ingenieurbüro Schlüter + Thomsen setzte hier – aufgrund guter

Erfahrungen mit Vorgängerprojekten – bewusst auf den Werkstoff Kupfer als langlebiges und über

Jahrzehnte betriebssicheres Material. Bei der Verlegung kam zudem die gute Biegsamkeit und Verlegefähigkeit

der flexiblen, nahtlos gezogenen CTX-Rohre zum Tragen, die sich aus einer reduzierten

Wanddicke des Kupferrohrs in Kombination mit einer fest haftenden Ummantelung ergibt.

Die gleichmäßige und großflächige Flächentemperierung ist ein besonderer Vorzug der hier installierten

Fußbodenheizung und wird als sehr behaglich empfunden. Aufgrund der physikalisch bedingten

Wärmeabgabe größtenteils über Strahlung, erwärmen Flächenheizsysteme hauptsächlich die raumumschließenden

Flächen, also den Baukörper, und nicht die Raumluft. Dies wird nicht nur als sehr

angenehm empfunden, sondern ermöglicht es auch, Lüftungswärmeverluste zu minimieren und damit

die Betriebskosten gerade für Museumsbauten gering zu halten. Neben dem hohen Wärmekomfort

kommt bei Fußbodenheizungen zudem ein gesundheitlicher Aspekt zum Tragen: es findet auch in

hohen Räumen so gut wie keine thermisch initiierte Luft- und Staubzirkulation statt. Dies ist nicht nur

für Allegiker ein Aspekt, sondern wird sicher auch von denjenigen begrüßt, die die Exponate im Hansemuseum

sauber halten dürfen.

cuprotherm-Flächenheizsystem mit insgesamt 14 Bodenaufbau-Varianten

Als Ergänzung zum klassischen cuprotherm-Flächenheizsystem für Trocken- und Nassbau sowie Gussasphalt

bietet die Wieland-Werke AG mit cuprotherm CTX ein besonders flexibles Markenkupferrohr, das dem Anwender

einen hohen Montagekomfort und wirtschaftliche Vorteile bietet. Ermöglicht wird dies durch ein leichtes,

gewichtsreduziertes Kupferrohr, das mit einer fest haftenden Kunststoffummantelung versehen ist. cuprotherm

CTX verfügt über eine für Metallrohre bisher nicht gekannte Flexibilität und lässt sich damit besonders einfach

und leicht installieren. Im Programm für das cuprotherm-System sind auch die Modelle "cuprotherm MINI" ohne

zusätzliche Aufbauhöhe sowie "cuprotherm ekoBoden" mit minimaler Estrichdicke bei hoher Tragfähigkeit.

Beide Modelle sind prädestiniert für Bauvorhaben in der Bestandsrenovierung mit dem Schwerpunkt energetische

Sanierung.

Objekt: Europäisches Hansemuseum, Lübeck

Architektur: Studio Andreas Heller GmbH Architects & Designers, Hamburg

TGA-Planung: IB Schlüter + Thomsen Ingenieurgesellschaft mbH & Co. KG, Neumünster

Heizungsbau: Sunnus Haustechnik GmbH, Bad Doberan