Neue Tekadoor-Produktionshalle mit Industrie-Fußbodenheizung

Optimale Raumnutzung, wirtschaftlicher Energieeinsatz:

cuprotherm-System sorgt für ein gleichmäßiges Temperaturprofil

Bei der Temperierung von Industriehallen ist der wirtschaftliche Energieeinsatz aufgrund des

hohen Energiebedarfs von besonderer Bedeutung. Parallel zum Wohnbau setzen sich Fußbodenheizsysteme

daher auch im Industriebereich weiter durch. Aus gutem Grund: Durch ihre

höhere Energieeffizienz sind Fußbodenheizungen im Vergleich zu Luftheizsystemen wesentlich

wirtschaftlicher. Aufgrund der gleichmäßig abgegebenen Strahlungswärme sorgen

Flächenheizungen darüber hinaus für eine hohe thermische Behaglichkeit. Diese Argumente

überzeugten auch die Tekadoor GmbH, den renommierten Hersteller von Tür- und Torluftschleiern

aus Langenfeld. Beim Neubau einer Produktionshalle entschied sich der Bauherr für

die Installation einer Fußbodenheizung auf der gesamten Produktions- und Bürofläche. Auf

insgesamt 4.325 m² Nutzfläche wird das cuprotherm-Flächenheizsystem der Ulmer Wieland-

Werke AG eingesetzt.

Als Luftschleier-Produzent befasst sich die Tekadoor GmbH bei der Entwicklung ihrer Produkte von

Haus aus intensiv mit dem Thema Energieeffizienz. Es lag daher auf der Hand, beim Erweiterungsbau

für die Produktion den Fokus auf einen möglichst wirtschaftlichen Energieeinsatz zu richten. Der

Bauherr entschied sich für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in Verbindung mit der wirtschaftlichen

Industrie-Fußbodenheizung. Als Niedertemperatursysteme ergänzen sich die Wärmepumpen-Technologie

und die Flächentemperierung hervorragend, und zwar aufgrund der relativ niedrigen Vorlauftemperatur

der Fußbodenheizung. Dies kommt gerade bei großflächigen Anlagen wie der Tekadoor-

Produktionshalle durch einen entsprechend geringeren Energieeinsatz positiv zum Tragen. Mit einer

Leistung von insgesamt 110 kW versorgt die Wärmepumpe mit vier Kompressoren die 3.650 m²

umfassende Produktionshalle, die einen Bruttorauminhalt von 24.675 m³ aufweist. Beheizt werden

auch die dazugehörenden Büroräume mit einer Nutzfläche von 675 m² und 3.060 m³ Rauminhalt. Um

diese großflächigen und großvolumigen Räumlichkeiten stets ausreichend temperieren zu können,

bedurfte es eines umfangreichen Verteilsystems.

Die für die Installation zuständige Langenfelder Heizungsbaufirma Frank Sander verlegte insgesamt

13.500 m des flexiblen Markenkupferrohrs cuprotherm CTX mit maximal 30 cm Verlegeabstand.

Installiert wurden die Rohrleitungen in insgesamt 112 Heizkreisen, die über 16 Verteiler mit Wärmeenergie

versorgt werden. Auch die Dimensionierung des Rohrs ist auf großflächige Anlagen ausgerichtet

und bietet mit 18 x 2 mm Durchmesser einen ausreichenden Querschnitt, um eine effiziente

Temperierung zu gewährleisten. "Vom technischen Aspekt her war die Installation zwar nichts ungewöhnliches

– sehr wohl aber von der Objektgröße her und von der Menge an Rohrmaterial", beschreibt

der Heizungsbaumeister Frank Sander das nicht alltägliche Projekt. "Dabei kam uns die einfache

Verlegbarkeit des cuprotherm CTX-Rohres erheblich zu Gute."

Thermische Behaglichkeit durch gleichmäßige Strahlungswärme

Gerade bei großen und sehr hohen Industriehallen, wie der neuen Produktionsstätte von Tekadoor,

überzeugen Fußbodenheizungen, wie eingangs erwähnt, nicht nur in Punkto Wirtschaftlichkeit, sondern

auch in Bezug auf die thermische Behaglichkeit. Flächensysteme bieten durch ihre Strahlungswärme,

die vom Menschen als besonders behaglich empfunden wird, ein arbeitsförderndes Umfeld.

"Dabei stellen Fußbodenheizungen mit ihrem gleichmäßigen Wärmefluss von unten nach oben die

effizienteste Lösung dar", erklärt der Bauleiter Alfried Lages vom Generalplaner GKB GmbH aus

Leichlingen. Denn durch die aufsteigende Strahlungswärme haben die bodennahen Zonen das

höchste Temperaturniveau. So werden nicht nur die Mitarbeiter gleichmäßig warm angestrahlt, auch

die Ansammlung konvektiv erwärmter Luft im ungenutzten Deckenbereich wird minimiert. Ein weiterer

spezifischer Vorzug von Flächenheizsystemen: Durch die Strahlungswärme wird im Raum – anders

als bei Konvektoren – kaum Staub aufgewirbelt. Das ist in verschiedenen Branchen der Industrieproduktion

von Vorteil, nicht nur für Staub-Allergiker.

Industriefußboden: Betonkonstruktion mit integrierter Flächenheizung

Bei der Auslegung von Industriefußböden, die in der Regel stark beansprucht werden, spielen die

statischen Anforderungen eine besonders wichtige Rolle. Die Bodenkonstruktion orientiert sich dabei

an den auftretenden statischen und dynamischen Lasten. Einerseits sind Punktlasten zu berücksichtigen,

die sich durch die Installation von Maschinen ergeben, andererseits Lasten durch das Bewegen

von Fahrzeugen in der Produktionshalle. Eine Industrie-Fußbodenheizung kann in verschiedenste

Betonplatten-Konstruktionen integriert werden. Voraussetzung für einen langfristig zuverlässigen Betrieb

ist dabei die Verwendung von hochwertigem und beständigem Rohrmaterial. Hier sorgt das

robuste, mit einer fest haftenden Ummantelung versehene Kupferrohr cuprotherm CTX einerseits für

Flexibiliät bei der Montage sowie für die notwendige Stabilität in der Betriebsphase. Die dauerhaft

hundertprozentige Sauerstoffdiffusionsdichtheit und die über Jahrzehnte unveränderten Festigkeitseigenschaften

von Kupfer gewährleisten dabei einen langfristig sicheren Betrieb. "Die Diffusionsdichtheit

und die Beständigkeit des Werkstoffes waren für uns die Ausschlag gebenden Kriterien für den

Einsatz von Kupferrohren", erläutert der Heizungsbaumeister Frank Sander.

Der Fußbodenaufbau in der Produktionshalle der Tekadoor GmbH gründet auf einer großkörnigen

Recyclingplatte, die mit einer Feuchtigkeitssperre überdeckt wurde. Im Anschluss brachten die Handwerker

Stahlabstandhalter an und installierten darauf Baustahlmatten, welche die Basis für die Rohrschlangen

bilden. Die cuprotherm CTX-Heizungsrohre wurden nach ihrer Fixierung auf den Stahlmatten

in eine 20 cm dicke Betonkonstruktion integriert. Diese bildet die lastaufnehmende Schicht.

cuprotherm CTX ergänzt cuprotherm-Produktfamilie

Als Ergänzung zum klassischen cuprotherm-System bietet die Wieland-Werke AG mit cuprotherm CTX ein besonders

flexibles Markenkupferrohr, das dem Anwender einen hohen Montagekomfort und darüber hinaus

auch wirtschaftliche Vorteile bietet. Ermöglicht wird dies durch ein leichtes, gewichtsreduziertes Kupferrohr, das

mit einer fest haftenden Kunststoffummantelung versehen ist. Hervorragende Verlegeeigenschaften gewährleisten

eine schnelle und komfortable Montage. Das neue cuprotherm CTX-Rohr ist eine Lösung für all

diejenigen, welche die Qualität und Langlebigkeit des Materials Kupfer schätzen und zugleich ein sicher kalkulierbares,

preisstabiles Produkt einsetzen möchten. Als Ergänzung der seit über 25 Jahren bewährten cuprotherm-

Familie deckt das neue Rohr Wünsche nach längeren Ringlängen (z. B. 100 m) ab und ist zudem für

einen sehr breiten Einsatzbereich vorgesehen. So kann cuprotherm CTX zur Flächenheizung und -kühlung,

Heizkörperanbindung, Betonkernaktivierung und für Erdkollektoren eingesetzt werden. Die DVGW-Zulassung

ermöglicht es, cuprotherm CTX-Rohre auch für die Trinkwasserinstallation zu verwenden.

Objekt: Neubau Produktionshalle Tekadoor GmbH, Langenfeld

Bauherr: Tekadoor GmbH, Langenfeld (www.tekadoor.de)

TGA-Planung und Bauleitung: GKB GmbH, Leichlingen (www.gkb-gmbh.de)

Installation Heizungssystem: Frank Sander Sanitär- und Heizungsbau, Langenfeld